Ostschule Gera - Europaschule

aus der Schulgeschichte

Aus der Geschichte der Ostschule.

Die Grundsteinlegung der Ostschule fand am 11.04.1904 statt. Schon am 15.12.1905 wurde Richtfest gefeiert, und endgültig wurde das Gebäude am 18.04.1906 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 435.000 Reichsmark.Der solide Ziegelbau hat die Zeiten überdauert und ist heute noch eine anerkannte und wichtige Bildungseinrichtung unserer Stadt.

Der Neubau war als Eckbebauung angelegt und prägte so das gesamte Bild der Straße. Aula, Turnhalle und Pausenhof gehörten schon damals zu den Selbstverständlichkeiten. Die Eckbebauung hatte man auch aus anderen Gründen gewählt. Der Westflügel diente als Knabenschule und hatte vier Geschosse, während die Mädchenschule in drei Geschossen des Ostflügels untergebracht war. Der Haupteingang befand sich ursprünglich am Erker. Wesentliche Umbauten erfolgten erst 1967 bis 1969. Damals wurde das Heizsystem erneuert, ein Toilettenanbau errichtet, das Parkett erneuert und die Aula in das Obergeschoss verlegt. Trotzdem ist die ursprüngliche Ausstattung in erheblichen Teilen erhalten geblieben. Dazu gehören die Fenster mit runden Profilen, die historische Turmuhr mit Uhrwerk und Treppengeländer mit schmiedeeisernen Gittern. Im Schulhof sind Reste der originalen Einfriedung ebenfalls erhalten geblieben.

Von 1914 bis 1922 diente die Schule als Lazarett für Kriegsverwundete. Den Schulbetrieb übernahm während dieser Zeit das heutige Goethegymnasium. Zur Zeit der Weimarer Republik wurde die Ostschule als Gemeinschaftsschule geführt. Der Rohrstock war aus dieser Schule verbannt. Es wurden Kinder aus den unterschiedlichsten Kreisen, insbesondere aus Arbeiterfamilien, gemeinsam unterrichtet. In der Zeit des 3. Reiches war die Schule unter dem Namen "Herbert Norkus" bekannt. In den Jahren des 2. Weltkrieges befand sich in der Ostschule wiederum ein Lazarett. Der Schulbetrieb wurde gleich nach dem Krieg wieder aufgenommen.

Bis 1991 befand sich hier die POS "Karl Liebknecht". Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten und der Herauskristallisierung neuer Schulstrukturen nahm die Regelschule 10 mit Beginn des Schuljahres 1991/92 ihre Tätigkeit auf. Mit großem Stolz kann heute vekündet werden, daß mit dem 05.05.1994 ihr der alte Name "Ostschule" wieder verliehen wurde. Im April des Jahres 1996 haben wir gemeinsam mit den Eltern und ehemaligen Schülern und Lehrern den 90. Jahrestag der Eröffnung der Ostschule begangen.In Vorbereitung des 100. Geburtstages wurden und werden zahlreiche Rekonstruktionsmaßnahmen durchgeführt. Wie immer in ihrer Geschichte nimmt sie eine zentrale Rolle im Bildungs- und Erziehungsprozess der Stadt Gera ein, was viele Ergebnisse zeigen.
( unter Verwendung von Material der Unteren Denkmalschutzbehörde Gera erstellt )


Besucherstatistik